Datenverschlüsselung im Ruhezustand
️⚠️Implementierungsstatus: Dieser Verschlüsselungsansatz ist noch nicht implementiert. Dieser Abschnitt beschreibt das geplante Sicherheitskonzept.
LUKS-Volume-Verschlüsselung
Alle Plattformdaten werden in Docker-Volumes gespeichert, die mit Linux Unified Key Setup (LUKS) verschlüsselt sind. Dieser Ansatz bietet eine vollständige Festplattenverschlüsselung für alle persistenten Daten, die von der Plattform gespeichert werden, einschließlich:
- Anwendungsdatenbanken
- Vektorspeicher-Indizes
- Dokumentspeicher- und Ingestionsartefakte
- Konfigurationsdaten und Geheimnisse
- Logs und Observability-Daten
Sicherheitseigenschaften
Die LUKS-Verschlüsselung bietet:
- AES-256-Verschlüsselung im XTS-Modus für das gesamte Volume
- Schlüsselmanagement unabhängig von den Daten, das eine Schlüsselrotation ohne Neuverschlüsselung des gesamten Volumes ermöglicht
- Schutz vor physischem Zugriff: Daten bleiben verschlüsselt, wenn das System ausgeschaltet oder Volumes getrennt werden
- Transparenter Betrieb: Anwendungen interagieren unverändert mit verschlüsselten Volumes; die Ver-/Entschlüsselung erfolgt auf der Blockgeräteebene
Bedrohungsabwehr
Diese Strategie der Verschlüsselung im Ruhezustand schützt vor:
- Unbefugtem physischem Zugriff auf Speichermedien
- Exfiltration von Volume-Snapshots
- Festplattendiebstahl oder unsachgemäße Entsorgung
- Kompromittierung von Backup-Medien
Die Verschlüsselung schützt nicht vor Bedrohungen, während das System läuft und Volumes gemountet sind, wie z. B. speicherbasierte Angriffe oder kompromittierte Anwendungszugangsdaten. Diese Bedrohungen werden durch ergänzende Kontrollen im Zugriffsmanagement, der Netzwerksegmentierung und der Laufzeit-Sicherheitsüberwachung angegangen.
Datenverschlüsselung während der Übertragung
Alle Daten, die zwischen der Plattform und externen Clients sowie Verbindungen zu externen Services übertragen werden, werden mithilfe branchenüblicher Transport Layer Security (TLS)-Protokolle verschlüsselt.
Edge-Verschlüsselung
Die Plattform verwendet Traefik als Reverse-Proxy und Ingress-Controller, der die TLS-Terminierung am Netzwerkrands bereitstellt. Alle externen Verbindungen werden durch Folgendes gesichert:
- Unterstützung für TLS 1.2 und TLS 1.3 für Client-Verbindungen
- Automatische HTTP- zu HTTPS-Weiterleitung, die sicherstellt, dass der gesamte Traffic verschlüsselte Kanäle verwendet
- Let's Encrypt-Integration für die automatisierte Zertifikatsbereitstellung und -erneuerung in Produktionsumgebungen
- Unterstützung für benutzerdefinierte Zertifikate für Umgebungen mit bestehender PKI-Infrastruktur
Zertifikatsmanagement in der Produktion
In Produktions-Deployments werden TLS-Zertifikate über Folgendes verwaltet:
- ACME-Protokoll mit Let's Encrypt für die automatische Zertifikatsausstellung und -erneuerung
- Zertifikatsvalidierung über den HTTP-01-Challenge-Mechanismus
- Automatisierte Rotation vor dem Ablaufdatum, um Service-Unterbrechungen zu vermeiden
Sicherheits-Header
Traefik wendet sicherheitsgehärtete HTTP-Header auf alle Antworten an:
- Strict-Transport-Security (HSTS): Erzwingt HTTPS für ein Jahr, einschließlich aller Subdomains
- Content-Security-Policy: Beschränkt das Frame-Embedding auf Same-Origin
- X-Content-Type-Options: Verhindert MIME-Typ-Sniffing
- Referrer-Policy: Begrenzt das Leck von Referrer-Informationen
Verbindungen zu externen Services
Alle Verbindungen von der Plattform zu externen Services nutzen verschlüsselten Transport:
- Swiss LLM Cloud: HTTPS-Verbindungen zu den konfigurierten Swiss LLM Cloud Endpunkten
- OAuth/OIDC Providers: TLS-gesicherte Authentifizierungs-Workflows
- LLM Providers: Verschlüsselte API-Verbindungen über die LiteLLM-Proxy-Schicht
Zertifikatsvalidierung
Die Plattform validiert Serverzertifikate für alle externen Verbindungen und schützt so vor Man-in-the-Middle-Angriffen. Standardbibliotheks-TLS-Implementierungen stellen sicher:
- Zertifikatskettenprüfung gegen vertrauenswürdige Root-CAs
- Hostnamenvalidierung, die den Zertifikats-Subject Alternative Names entspricht
- Widerrufsprüfung, wo vom Service unterstützt
Interne Kommunikation
Die Kommunikation zwischen Docker-Containern innerhalb desselben Deployments verwendet das interne Docker-Netzwerk. Obwohl dieser Traffic durch die Netzwerksegmentierung von Docker von externen Netzwerken isoliert ist, ist er nicht auf der Anwendungsschicht verschlüsselt. Das Sicherheitsmodell basiert auf:
- Netzwerkisolation: Container-zu-Container-Traffic durchläuft niemals externe Netzwerke
- Firewall-Grenzen: Der Netzwerk-Stack des Docker-Hosts bietet Isolation vor externem Zugriff
- Physische/virtuelle Sicherheit: Die VM- oder Host-Umgebung bildet den Sicherheitsperimeter
Für Deployments, die eine verschlüsselte Inter-Service-Kommunikation erfordern (z. B. Multi-Host-Deployments), können zusätzliche Maßnahmen wie Service Mesh oder IPsec implementiert werden.
WebSocket-Verbindungen
Echtzeit-Event-Streaming über WebSocket-Verbindungen wird gesichert durch:
- WSS (WebSocket Secure): TLS-verschlüsseltes WebSocket-Protokoll für Client-Verbindungen
- Origin-Validierung: Überprüft den Origin-Header, um Cross-Site-WebSocket-Hijacking zu verhindern
- Session-basierte Authentifizierung: Erfordert eine gültige Authentifizierung, bevor auf WebSocket upgegradet wird
